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Einmal Deidesheim und zurück: 3 Weingüter und 1 Bistro

By 16. April 2015 Deutschland
Rosé Sekt bei Menger-Krug Deidesheim

In die Pfalz kann man fahren, weil man es sportlich angehen lassen möchte. Man kann sie aber auch besuchen, um einfach nur zu schlemmen. Und am besten ist natürlich beides.

Wir haben der Nordpfalz rund um Deidesheim einen Blitzbesuch abgestattet, von Samstagmittag bis Sonntagabend. Wir sind gewandert und gelaufen, der Bericht über den sportlichen Teil mit ein bisschen Schlemmerei ist hier zu lesen, und wir haben ein paar Weingüter besucht und probiert, was es zu probieren gab.

1. Weingut Georg Siben Erben:

Mitten in Deidesheim verbirgt sich hinter dem einfachen Hoftor ein echter Geheimtipp, sowohl für ein leichtes Mittagessen im Weingewölbe oder dem sonnigen Innenhof als auch für eine Weinprobe der Reben Riesling, Auxerrois, Gewürztraminer, Grauburgunder, Muskateller, Scheurebe, Weißburgunder, Regent. Mein Favorit dieses Mal: der Auxerrois! Auf www.wirwinzer.de ist zu lesen: Der Winzer Andreas Siben des traditionsreichen Familienbetriebs profitiert von dem überlieferten Wissen – sowie von den Spitzenlagen der Mittelhaardt – und hat gleichzeitig den Blick in die Zukunft gerichtet. Da wundert es nicht, dass auch “Gault Millau” eine Empfehlung für das Weingut Georg Siben Erben ausgesprochen hat.

Weingut Georg Siben Deidesheim

Weingut Georg Siben Deidesheim

Weingut Georg Siben Deidesheim

Leichtes Mittagessen: Bratwurst mit Kraut

 

2. Ein Abstecher ins Paradies – Weingut Menger-Krug:

Ein Besuch “im Paradies” wie wir es nennen ist ein Muss bei jedem Deidesheim-Besuch. Die “Villa im Paradies” der Familie Menger-Krug trägt ihren Namen zu recht. Natürlich heißt die Lage “Paradies”, doch auch das hat seinen Grund. Die herrschaftliche Villa liegt am Ortsrand Richtung Ruppertsberg direkt an der Hauptstraße von Deidesheim. Imposante, uralte Bäume zieren den hinter einem schlichten Tor versteckten Park, im Sommer spenden urige Kastanienbäumen Schatten in dem Innenhof hinter der Villa. Hier sitzen wir auf Holzbänken und trinken, und das ist ebenfalls ein Muss, ein Glas Rosé Sekt von Menger-Krug. Ihre Sektmanufaktur ist deutschlandweit bekannt und nicht weniger köstlich sind die Weine. Zu essen gibt es hier übrigens nichts. Also am besten vorher eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Es ist nämlich nicht so leicht, sich von diesem paradiesischen Ort zu lösen.

Rosé Sekt bei Menger-Krug Deidesheim

Ein Glas Rosé Sekt bei Menger-Krug in Deidesheim

3. Weingut Bühler in Kallstadt 

Auf dem Rückweg gen Frankfurt bietet sich ein Abstecher nach Kallstadt zum Weingut Bühler an. Ein wenig versteckt gelegen liegt die Villa im toskanischen Stil inmitten von Weinreben, umgeben von einem herrlich angelegten Garten mit Holztischen und Stühlen, die bei sonnigem Wetter meistens bis auf den letzten Platz belegt sind. Reservieren empfohlen! Innen haben die Bühlers eine moderne Form von Vinothek und Restaurant mit viel Holz und klaren Linien geschaffen. Die Speisekarte führt von Herzhaftem über Salate alles, was das für die Pfalz schlagende Herz begehrt. Zu den Top Weinen gehören der Kallstadter Saumagen, Riesling, Spätburgunder und Rotwein Cuvées.

Weingut Bühler Kaltstadt

Außen: Weingut Bühler Kaltstadt

Weingut Bühler Kaltstadt

Innen: Weingut Bühler Kaltstadt

Weingut Bühler Kaltstadt

Schickes Logo auf der Traubensaftschorle: Weingut Bühler Kaltstadt

4. Bistro 1718 im Ketschauer Hof 

Der Ketschauer Hof hat in Deidesheim Tradition, obwohl er erst im Jahr 2009 zu einem feinen Boutique Hotel umgebaut wurde.

Früher, so ist auf der Website zu lesen, im Jahre 1783, erbaute Johann Peter Jordan, dessen Vater aus Savoyen in die Pfalz eingewandert war und schon 1718 urkundlich als Weinbergbesitzer genannt wird, gegenüber dem Ketschauer Hof eine stattliche Kellerei. Heute befindet sich hier das angesehene Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan.

Im Jahre 2002 wurde das gesamte Anwesen vom Neustädter Unternehmer Achim Niederberger übernommen. Nach aufwendiger Restaurierungsarbeit und Umbauten wurde im Jahre 2006 das Gourmet-Restaurant L.A Jordan und das Bistro 1718 eröffnet.
Seit 2009 wird das sehenswerte Ensemble durch ein luxuriöses Boutique-Hotel ergänzt.

Soweit so gut. Wir haben dem Bistro 1718 nach dem Abendessen im französisch angehauchten Turmstübl einen Besuch abgestattet und waren begeistert von der schicken und doch absolut gemütlichen Atmosphäre, dem professionellen und doch entspannten Personal und den Weinen, die schlichtweg eine Wucht sind. Empfehlung zum Frühjahr: ein Glas Rosé von Bassermann-Jordan. Très bien!

Hier geht es zum Wanderbericht Pfalz.

Danke für Eure weiteren Tipps, Kommentare, Anregungen in den Kommentaren!

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By 16. April 2015 Deutschland, Popular Posts
Eselsweg Pfalz

Spontan kommt oft unverhofft. Plötzlich hatten wir ein Wochenende frei, keine Termine, keine gemeinsamen Abendessen, alle hatten abgesagt und an einem Donnerstag entschieden wir: wir fahren in die Pfalz! Die Sonne sollte scheinen an diesem zweiten Wochenende im April und wir sehnten uns, wie so oft, nach den Weinbergen, dem Pfälzer Wald, dem Singsang der “Pälzer”, dem guten Essen und dem Wein.

So kurzfristig in der Pfalz ein Zimmer zu bekommen, kann mit Schwierigkeiten verbunden sein, denn sobald die berühmte Mandelblüte sich zeigt, gibt es für die Pfalzliebhaber kein Halten mehr. Noch bevor die Weinfeste beginnen, platzt die Pfalz aus allen Nähten. In diesem Jahr bietet sie noch einen Grund mehr, denn ab dem 17. April öffnet Landesgartenschau in Landau ihre Pforten und wird vermutlich noch ein paar mehr Gäste anziehen. Aber keine Sorge, Massentourismus findet man hier selten, es verläuft sich gut, und der Pfälzer Wald, der ist groß. Wie wir am eigenen Leib bemerkt haben.

Wir haben ein letztes Zimmer mit einem ein Meter vierzig breiten Bett unter dem Dach des Gästehauses in Deidesheim ergattert. Es liegt zentral wie eigentlich alles in Deidesheim und ist durchaus zu empfehlen. Einfach, ordentlich mit freundlichen Zimmern und fairen Preise. Unser kuscheliges Zimmer unter dem Dach gefällt mir auf Anhieb. Nur der Mann an meiner Seite ist skeptisch ob der begrenzten Liegefläche. Die Nacht, sie liegt noch weit entfernt.

Deidesheimer Hof

Wahrzeichen von Deidesheim: der Deidesheimer Hof

Wir starten heute mit einen Spaziergang durch die Weinberge, nichts Anstrengendes, erst einmal akklimatisieren und ankommen. Am Himmel ziehen Wolken entlang, die Sonne kann sich noch nicht so recht durchsetzen und ein leichter Nordwestwind bläst uns entgegen. Macht nichts, wir sind glücklich und marschieren von Deidesheims Stadtmitte in Richtung Nachbarort Forst, vielleicht ein Begriff durch das Forster Ungeheuer, eine große Lage, deren Name laut Wikipedia auf den einen Amtsschreiber Johann Adam Ungeheuer mit Wohnsitz im benachbarten Deidesheim zurück geht. Er verstarb im Jahr 1699 und sein Grabmal steht an der alten Kirche  im nahen Mußbach. Dort befindet sich übrigens die Weinlage mit dem schönen Namen “Mußbacher Eselshaut“, die wiederum zur “Gimmeldinger Meerspinne” gehört. Und so geht es weiter mit den phantasievollen Weinnamen in der Pfalz. Und das sagt, so finde ich, schon viel über das fröhliche Gemüt der Pfalzmenschen.

Windschiefes Häuschen in der Pfalz

Windschiefes Häuschen am Wegesrand: wohnt da wer?

In den Weinbergen wird schwer gearbeitet an diesem Samstag. Im Frühling haben die Winzer gut zu tun, denn der Rebschnitt will gemacht werden, und zwar bis spätestens Mitte April wenn die ersten Reben austreiben. In der Vergangenheit, so lese ich nach, war es üblich, dass die Winzerfrauen und ihre Helferinnen mit geschickten Händen das Rebenbinden übernahmen. Ausgerüstet mit einem Bündel gut gewässerter Weideruten und einem kleinen, aber scharfen Messer waren die „Heften-Weiber“ im März und April mit dem Biegen und Anbinden tausender Fruchtruten beschäftigt. Der Arbeitszeitbedarf beträgt bis zu 40 Stunden für einen Hektar und es werden bis zu 20.000 Bindungen angebracht. Neben dem natürlichen Material wie Weide oder Kordel stehen für diese Arbeit nun auch Materialien aus Draht und Kunststoff und dafür taugliche Hilfsmittel wie Bindezangen zur Verfügung. Dadurch verringern sich der Arbeitszeitbedarf und die Materialkosten.  (Quelle)  Wir sehen allerhand grüne und blaue und gelbe Bindungen an den Reben, es wird ja auch Zeit: Mitte April ist jetzt.

 

Unterwegs in den Weinbergen in der Pfalz

Unterwegs in den Weinbergen in der Pfalz

Unser Weg führt uns bis kurz vor Forst, von hier nehmen wir eine Abzweigung nach links in Richtung Pfälzer Wald und wandern auf einem Parallelweg zurück Richtung Deidesheim auf dem Wanderweg Deutsche Weinstraße mit Blick über die Weinberge weit hinein in die Ebene. Selbst bei einem verhangenen Tag wie diesem lohnt es sich. Wir passieren den Deidesheimer Paradiesgarten, selbstverständlich auch eine Weinlage, und schlagen uns dann wieder nach rechts bergabwärts zurück nach Deidesheim.

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Essen und Trinken in Deidesheim

In der Weinbar 1911 am Marktplatz in Deidesheim kehren wir auf eine Traubensaftschorle und Kaffee ein. Die stylische Bar ist mit viel Holz in klaren Linien eingerichtet, draußen stehen Tische und Stühle direkt gegenüber vom berühmten Deidesheimer Hof, in dessen Restaurant unser Altkanzler Kohl sehr gerne die Pfälzer Spezialität Saumagen zu sich nahm. Kann man machen, muss man aber nicht, die Pfälzer schwören darauf.

Für den Abend haben wir einen Tisch im Turmstübl in der gleichnamigen Turmstrasse reserviert. Inhaber Volker Rau und Véronique Poignohec  schreiben auf der Website über den Küchenstil: “Unsere Küche drängt sich nicht in den Vordergrund sondern sucht das Spezielle im Alltäglichen.” Die Beschreibung trifft es. Die Karte zeigt zu dieser Jahre selbstverständlich den ersten Spargel in zahlreichen Variationen, außerdem Corden Bleu oder die Klassiker wie Bratwurst, Leberknödel oder Saumagen mit Sauerkraut und Brot. Außerdem Weinkäse mit Preiselbeeren, Ofengemüse mit Schafskäse und oder Blattsalate sowie Sekt und Wein von den Weingütern Reichsrath von Buhl aus Deidesheim oder dem Weingut Mehling. Empfehlenswert, besonders schön auch im Sommer, denn dann sitzt man windstill in einem kleinen Innenhof, umgeben von dicken Sandsteinmauern. Romantisch!

Der Schatz im Silbertal

Der nächste Tag, der Tag nach der Nacht im Einmetervierzigbett beginnt früh. Wir erwachen vom Tageslicht und dem Vogelgezwitscher draussen und beschliessen, unsere Wanderung sofort zu beginnen. Mehr als vier Stunden liegen vor uns und um 13 Uhr sind wir ein Date im Paradies und das Paradies lässt man natürlich nicht warten.

Wandern im Pfälzer Wald - Deidesheim

Schritt für Schritt auf dem Eselsweg im Pfälzer Wald

Diesmal starten wir am Parkplatz Mühltal oberhalb von Deidesheim, einem Parkplatz mitten im Wald, den wir gestern schon passiert hatten. Es kommt bei mir selten vor, am Morgen einmal die erste irgendwo zu sein. Heute ist es so. Wir sehen keinen Menschen und kein Auto, hören nur die Vögel und den leichten Wind. Der taufrische Morgen ist noch ganz präsent und so stapfen wir los, hinein in den endlosen Pfälzer Wald, der so herrliche Namen wie Teufelskopf, Weißer Stein, Wegspinne oder Silbertal bereit hält. Ich erinnere mich sofort an die Zeit, in der die 5 Freunde mein ständiger Wegbegleiter waren. So habe ich es mir vorgestellt, wenn ich meinen Kassetten mit den Geschichten lauschte, in denen Julian, Dick, Anne und George und Timmy den Hund auf Wanderschaft gingen, durch die Wälder streiften, zelteten und dabei ihre zahlreichen Abenteuer erlebten.

Eselsweg Pfälzer Wald Deidesheim

Immer dem Esel nach!

Von Eseln und Haien

Wir folgen dem Eselsweg und dem blauweißen Wanderzeichen und passieren zuerst die Waldschenke, bei der um diese Zeit noch niemand zu sehen oder zu hören ist. Der Weg führt uns weiter und weiter nach oben, über Waldwege und schmale Pfade in Richtung Silbertal. Nach einer guten Stunde treffen wir auf die ersten Wanderer, eine Familie mit zwei Kindern, die es sich auf einer Bank mit Blick ins Silbertal gemütlich gemacht hat. Die erste Gast- und Raststätte ist das Forsthaus im Benjental , die zwar auch noch geschlossen hat, doch schon lange bevor wir sie sehen können, weht uns der Geruch von kochendem Sauerkraut in die Nase. Man macht sich bereit für den Ansturm der Mittagsgäste, die an diesem sonnigen Sonntag zweifellos zahlreich erscheinen werden. Von hier aus marschieren wir weiter den Berg hinauf, immer dem blau-weißen Schild folgend. Wir werden von einer Truppe Mountainbiker überholt, die ordentlich pustend auf dem schmalen Waldpfad an uns vorbei strampeln – oder laufen. “Wandern tu ich auch gern”, keucht einer der Radschieber. Wir sehen sie noch öfter, immer wieder müssen sie eine Pause einlegen und auf einen der Nachzügler warten. An der Ausrüstung kann es nicht liegen, bemerkt der Mann. Die sei top, es sei wohl eher die Kondition.

Naturpark Pfälzer Wald - Deidesheim

Der grüne Hai im Pfälzer Wald

Zu spät im Paradies

Ich gebe es zu: wir haben uns verlaufen. Jedenfalls sind wir nicht mehr da, wo wir sein wollten. Wir machen das immer so: vor der Wanderung wird die Wanderkarte mit dem Handy abgelichtet. So finden wir unseren Weg. Meistens. Oder eben auch nicht. In diesem Fall deckt die Karte unser Wandergebiet überhaupt nicht mehr ab, wir sind im Nirgendwo des großen Pfälzer Waldes gelandet und entscheiden, dass wir weiter in Richtung Weinbiet wandern, ohne genau zu wissen, was das ist. Unten an einem Baum hatte jemand ein in Klarsichtfolie verpacktes Schild befestigt an dem etwas von Bauarbeiten bis Anfang 2015 stand, ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass April noch zu Anfang 2015 zählt und so standen wir vor verschlossenen Türen, als wir eine gute Stunde später japsend auf der Kuppe eintrafen. Baustelle, eindeutig. Mhm. Hier oben gibt es außer dem Weinbiethaus, das, wenn es denn geöffnet ist, sicherlich eine tolle Einkehrmöglichkeit bietet, einen großen Kinderspielplatz, einen Panoramaturm und einen Rundfunksendemast. Die Beschilderung sagt, dass es von hier aus 11,7 Kilometer zurück nach Deidesheim seien. Wie bitte? Eines stand fest: nie und nimmer würden wir um 13 Uhr im Paradies eintreffen.

Fenster im Ferienhaus Königsbach

Bunte Fensterläden: Ferienhaus in Königsbach

Wir starten den Rückweg gen Benjental, vorbei am Hai, einem moosbewachsenen Stein, der von einer Seite tatsächlich aussieht wie ein Hai, inzwischen ein wenig müde und geschafft doch mit der Aussicht auf eine große Traubensaftschorle im Forsthaus Benjental, das bei unserer Rückkehr geöffnet haben dürfte. Eine gute Stunde später sitzen wir an einem Tisch in der Sonne, trinken und essen etwas und fühlen uns gestärkt für die letzte Etappe der Wanderung entlang eines Bächleins über Gimmeldingen und Königsbach entlang des Panoramawegs Mandelblüte zurück nach Deidesheim. Weitere acht Kilometer liegen zwischen uns und dem Paradies.

Pfalzblick Gimmeldingen

Gaststätte Pfalzblick bei Gimmeldingen

“Ist das wirklich unser Parkplatz?” frage ich zaghaft. Ich bin nun genug gewandert und habe Sorge, dass wir noch einen Weinberg mehr umrunden müssen. Ich habe Glück und um 13:30 Uhr treffen wir nach vielen Mandelblüten wieder auf dem Parkplatz Mühbachtal ein, inzwischen voll mit Autos deren Inhaber wahrscheinlich zur nahgelegenen Ausflugsgaststätte “Pfalzblick” laufen, die wir vorhin passiert hatten.

Wir fahren jetzt ins Paradies. Davon erzähle ich Euch auch noch. Aber jetzt brauche ich eine Pause!

Uff Widdesehn!

 

Bitte hinterlasst mir Eure Kommentare! Hat’s gefallen? Habt ihr selbst noch Tipps?

Panoramaweg Mandelblüte Pfalz

Ausblick vom Panoramaweg Mandelblüte Pfalz

 

 

 

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Ein Sonntag in München-Schwabing

By 8. April 2015 Deutschland
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Die Sonntage können in München extrem aktiv sein, schließlich liegen die Berge vor der Tür, die Isar sowieso und die nahe gelegenen Seen verführen zu einem Ausflug. Das ist meistens der Fall, wenn die Sonne scheint und es alle Welt hinaus in die Natur zieht. Sonntage können aber auch so aussehen: ausschlafen nach einer langen Nacht mit köstlichen Gesprächen und ebensolchem Wein, spät Frühstücken am frühlingshaft gedeckten Küchentisch, französische Chansons als Hintergrundmusik (Tipp: Radio Fipp!) und es ganz piano angehen lassen. So ein Sonntag geht ohne schlechtes Gewissen besonders gut an Regentagen, und dieser ist so einer. Regen und Sonne wechseln sich beständig ab, der Wind weht wie im Herbst und wir sitzen drinnen und fühlen uns gemütlich.

Sonntagskaffee: Gartensalon in München Schwabing

Sonntagskaffee: Gartensalon in München Schwabing

Fuchsi und ich

Am Nachmittag um 15:30 Uhr bin ich wieder verabredet, diesmal mit meiner Freundin „Fuchsi“, die so heißt, weil zum einen ihr Nachname Fuchs ist und zum anderen ihre Haare rot sind. Wir treffen uns in Schwabing im Gartensalon, einem Café in der Amalienpassage versteckt in einem Hinterhof mit Holztischen und bunten Blumentöpfen darauf und farbigen Decken auf den Stühlen. Heute, an diesem Regensonntag, sitzen nur ein paar wenige Gäste draußen unter dem Dachvorsprung, um ihren Kaffee zu trinken. Drinnen geht es zu wie in einem bunt angemalten Taubenschlag. Die winzigen Tischchen sind voll besetzt, lauter Schwabinger und Zugereiste wie ich hocken auf ihren Stühlen, eng beieinander und ratschen, wie es in München und Umgebung heißt. Die Luft ist angefüllt mit Stimmenbrei und Kaffeegeruch und Kuchenduft. Die jungen Kellnerinnen eilen von Tisch zu Tisch, beladen mit Kuchentellern und Kaffee- und Teepötten, Limonaden und Gläsern und ihre Kolleginnen hinter dem Tresen und der Kuchentheke bereiten emsig vor, was die sonntäglichen Gäste bestellen. Mitten drin laufen Kinder umher, verfolgt von ihren Vätern, die sie sich auf den Arm laden und zurück an den Tisch bringen. Ein unendliches Spiel. Wer ein stilles Plätzchen sucht, ist hier zumindest an einem Sonntag falsch. Wer richtig guten Kuchen und ein bisschen Trubel liebt, ist hier goldrichtig. Wir trinken einen Chai Latte und verkneifen uns den Kuchen, denn in genau 90 Minuten um 17 Uhr beginnt sie, meine erste Yogastunde in München.

Gartensalon in München Schwabing

Voll und schön: Gartensalon in München Schwabing

 

Von Yoga und Schweiß in München-Schwabing

Das Studio YamYoga liegt ebenfalls in Schwabing in der Nähe der Franz-Joseph-Straße und meine Freundin und ich besuchen eine offene Jivamukti Yogastunde mit Live-Musik.

Zu Besuch bei YamYoga in München Schwabing

Zu Besuch bei YamYoga in München Schwabing

Ich denke, mich trifft der Schlag, als ich die Menschenmenge sehe, die sich bereits um 16:30 Uhr in dem kleinen Studio knubbelt. 15 Euro kostet die Stunde für Nicht-Mitglieder wie mich. In den vielleicht 40 Quadratmeter großen Raum quetschen sich gut 35 Menschen, die wie die Ölsardinen auf ihren Matten hocken oder liegen. Man kennt sich, es wird begrüßt und geratscht und umarmt. Ich lerne, dass an den Wochenenden eine Yogalehrausbildung stattfindet und die angehenden Lehrer ebenfalls diesen Kurs besuchen. Es gibt zwar Fenster, doch die bleiben während der Stunde geschlossen. Damit habe ich Mühe, frische Luft wäre schön bei dieser Masse an Menschen, die gleich gemeinsam schwitzen werden. Der Musiker kommt zu spät, er habe die Uhrzeit verbaselt oder sich verfahren oder was weiß ich. Yogisch gelassen wie wir sind warten wir eben auf ihn. James ist nach seinem Akzent zu Urteilen Brite und das Warten lohnt sich. Er und Yogastudiobesitzerin Regina ziehen die große Truppe schnell in ihren Bann mit den Klängen des indischen Harmoniums, Trommeln, Flöte und so etwas das klingt wie ein Didgeridoo. Zu Anfang singen wir, manch einer lauthals, das Mantra Jay Bhagavad. Und dann beginnt die Jivamukti-Stunde im Schweiße meines Angesichts auf einer rutschigen Matte, die mir keinen Halt bietet, mit Udjaii atmenden Menschen um mich herum, die, genau wie ich, alsbald zu schwitzen beginnen. Die Luftfeuchtigkeit in dem Raum fühlt sich in etwa so an wie in Asien zur Regenzeit und so richtig cool finde ich das alles nicht. Die Musik ist großartig, manchmal vergesse ich, dass da vorne ja James sitzt und spielt, es klingt wie eine CD, einfach perfekt. Die Stunde ist herausfordernd und, wie ich lerne, wird neben den Anweisungen für die Asanas, begleitet von auf persönliches und spirituelles Wachstum ausgerichteten Denkanstössen wie: „Wie ist das für Dich, wenn Du einmal alles fallen lässt? Kannst Du loslassen oder will etwas noch nicht gehen?“ Es war soviel, dass ich mich eigentlich an gar nichts mehr erinnere. Jivamukti sei so, sagt meine Freundin, man müsse Lust darauf haben. Eine der angehenden Yogalehrerinnen korrigiert bei einzelnen Schülern die Stellungen und hilft, noch weiter in sie hineinzukommen. Das finde ich super und sie macht es prima, sehr einfühlsam und präzise.

 

YamYoga München Schwabing

Da war’s noch leer im YamYoga-Raum….

 

Jivamukti und ich

Insgesamt hat es mir gut getan, so wie Yoga mir immer gut tut. Auch Denkanstöße sind schön und aus der Yogatherapie und dem Coaching weiß ich, wie wunderbar sich Gedanken über Körperübungen verbinden lassen und bei Veränderungsprozessen unterstützen können. In dieser Stunde ist es mir persönlich ein wenig zu viel von allem. Weniger wäre für mich mehr gewesen, sowohl was die Lautstärke des Gesangs als auch die Anzahl der Schüler und die weisen Worte betrifft.

Am Ende der Stunde liegt der Boden im Saft aus kondensiertem Wasser und Schweiß, die Fenstergriffe fühlen sich nass an und ich ekle mich ein bisschen. Mit spitzen Fingern schnappe ich mir meine Socken und bin froh, als die ersten Fenster geöffnet werden. Fazit für mich: ich habe es eher mit den kleinen Gruppen. Weniger ist für mich im Yoga mehr.

 

Vegan und ich

Zum Essen bringt mich meine Freundin in ein kleines Restaurant in der Türkenstraße, dem Gratitude. Dankbarkeit, welch schöner Name. Das klingt nach Slowfood und Innehalten und das gefällt mir.

Graue Fensterrahmen und große Fenster geben den Blick frei auf warmes Licht und Holztische und Stühle, die so gut wie alle besetzt sind. Meine Freundin hat vorausschauend reserviert und wir sitzen in einer Ecke Richtung Küche an einem kleinen Tisch in schummrigem Licht und lassen uns inspirieren von der Karte, die vegane Gerichte bereit hält und die Wahl verflixt schwer macht. denn alles klingt einfach nur köstlich. Ich schlunze zu den Nachbartischen und Tellern und muss den Vorspeisenteller mit Auberginenmousse, Humus, Tabuleh, warmem Nudelsalat mit Bohnen, Oliven und geröstetem Buchweizen-Crackern probieren. Meine Freundin bestellt Aubergine mit Süßkartoffelpüree und Granatapfel und Salatbeilage, dazu teilen wir uns Süßkartoffelchips. Auf das Wiedersehen stoßen wir mit Apérol Spritz an, der hier mit einem regionalen Likör statt Apérol zubereitet wird und zunächst gewöhnungsbedürftig und dann lecker schmeckt. Außerdem hat das Gratitude eine recht anständige Weinkarte vorzuweisen. Preislich kommen wir bei etwa 30 bis 35 Euro pro Person heraus, was aus meiner Sicht angesichts der Qualität der Produkte absolut im Rahmen liegt. Ein empfehlenswerter Lieblingsfleck!

 

Gratitude München Schwabing

Gesund und lecker: Gratitude München Schwabing

 

Good bye Munich!

Am Montagmittag entlässt mich München bei Regen und ich mache mich auf den Rückweg nach Frankfurt. Drei Stunden und ein paar Zerquetschte braucht der ICE und um 16:30 Uhr steige ich bei Sonnenschein aus dem Zug in Frankfurt Hauptbahnhof. Alles richtig gemacht, denke ich. Und plane insgeheim den nächsten Besuch in München, der garantiert nicht erst in sieben Monaten stattfinden wird.

 

Links:

Kaffeerösterei & Kaffeebar Mahlefitz 

Gartensalon München 

YamYoga München

Gratitude München 

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Einmal München und zurück

By 8. April 2015 Deutschland, Popular Posts
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Letztes Jahr im August habe ich große Pläne geschmiedet. Ich wollte Städte bereisen und dort Cafés, Restaurants, Yogastudios und besondere Flecken ausfindig machen, die das Zeug zu einem Lieblingsfleck haben. Ich sah mich flanieren und treiben im Reigen des Stadtalltags, ausgestiegen, abgehoben, mit einem anderen Blickwinkel unterwegs, immer auf der Suche nach dem, was mich zum Verweilen einlädt.

Memories of Schwabing

Nicht bedacht hatte ich dabei wohl, dass ich vielleicht auch noch anderes zu tun hätte in den ersten Monaten der Selbständigkeit. So hat es eine Weile gedauert, bis ich angefangen habe, meinen Plan von damals in die Tat umzusetzen. Gute sieben Monate später habe ich es gemacht. Ich habe mir ein Zugticket gebucht und bin nach München gefahren. Einfach so, von Samstag bis Montagmittag, 48 Stunden in München. Wie es so ist mit den Besuchen in Städten, in denen liebe Freunde wohnen, gehören die meisten Stunden dem Wiedersehen. Es gibt so viel zu erzählen und zu lachen und zu weinen und zu diskutieren.

Und doch habe ich soviel Neues gesehen in München, habe mich zurückversetzt gefühlt in alte Zeiten, als wir durch Schwabing fuhren, an damals, als ich hier eine Wohnung in der Adalbertstrasse untergemietet hatte und für ein Praktikum für drei Monate in München gelebt habe. Ich habe mich erinnert, wie einsam ich mich zu Anfang gefühlt habe, als ich noch niemanden kannte und abends durch das schneebedeckte Schwabing lief, sehnsüchtig in die erleuchteten Fenster der Bars und Restaurants und Kneipen blickte und mich fragte, wieso ich hier draußen allein herumstreunte während alle anderen mit ihren Freunden lachten und scherzten und Spaß hatten. Angekommen bin ich in München erst später. In dieser Zeit habe ich für eine Event Agentur gearbeitet, die den zu der Zeit brandneuen BMW 3 auf Sardinien den Händlern vorstellte. Sieben Wochen verbrachten wir im Forte Village Resort auf Sardinien, wir reisten an im Februar und kehrten zurück Ende März. Ich durfte den Frühling zweimal und eine Zeit voller intensiver Erfahrungen erleben. Es war wie in dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“: alle drei Tage wiederholte sich das Programm, same but different, denn alle drei Tage reiste der nächste Trupp von BMW Händlern an, die mit allen Sinnen auf den neuen BMW 3 eingeschworen wurden. Wir lebten in den Bungalows, in denen sonst wohlhabende Gäste ihre Sommer verbrachten und hatten das Gefühl, dass dieses Resort uns gehörte, dass niemand anderes außer den zeitweiligen Besuchern, die sich regelmäßig änderten, hier etwas verloren hätte. Ich erinnere mich an das türkis-grün schimmernde Meer und an das Anbaden bei 13 Grad Wassertemperatur.

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Schönes München: Siegestor München

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Frühlingsbesuch in Weinheim

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Weinheim, das klingt nach Wein und auch ein bisschen nach Heimat. Außerdem nach klein und überschaubar und schnuckelig und lebendig. Ich fahre nicht zum ersten Mal in das Städtchen an der Bergstraße, das nur etwa 20 Kilometer von Heidelberg entfernt liegt.

Meine Freundin stammt aus diesem kleinen Örtchen und schon vor Jahren haben wir dort einen weinseligen Abend in dem Lokal “Puppel” verbracht, das seinen Namen von seinem Inhaber Andreas Puppel geerbt hat. Damals lag die gemütliche Weinbar noch direkt am Marktplatz in der Altstadt und damals sagten wir: “Hierher kommen wir auf jeden Fall wieder!” Gedauert hat es fast ein Jahrzehnt und ich schäme mich ein bisschen, als ich das realisiere. Heute hat meine Freundin einen kleinen Sohn und ja, eine Menge ist passiert, seit wir damals vermutlich ihren 30. Geburtstag hier gefeiert haben.

Marktplatz mit Mark in Weinheim

Marktplatz mit Markt in Weinheim

Heute, an einem Samstag, kehre ich also zurück nach Weinheim und streife mit meiner Freundin durch die Gassen der Altstadt und entdecke dabei neben den üblichen Kettengeschäften, wie sie in jeder Kleinstadtfußgängerzone zu finden sind, auch einige ansprechende und kreative kleine Boutiquen und Delikatessen- und Dekorationsgeschäftchen. Die Sonne scheint, Menschen sitzen draußen in Cafés und Weinbars und begrüßen den Frühling an diesem Samstag im März mit Kaffee und Limonade, Apéroö Spritz oder einem in der Sonne funkelnden Rosé im Glas. Lebensqualität haben die hier, denke ich, und bin versucht, es ihnen gleich zu tun. Später, sagt meine Freundin, zuerst erkunden wir noch ein bisschen das Städtchen und seine Umgebung.

Schokolade in Weinheim - selbst gemacht!

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Meine Freundin hat eine ausgesprochene Vorliebe für Schokolade – und kann ihr Glück kaum fassen, als sie den kleinen Laden “Cacao” mit dem verführerischen Untertitel “Finest Chocolates” erspäht. Von drinnen strahlt uns ein etwa vierjähriges Mädchen entgegen, die ihren Schokoladenschatz behutsam in ihren beiden Händen hält, damit ja nichts davon herunterfallen könnte. “Da muss ich rein!” ist das letzte, was ich von meiner Freundin höre, sogleich verschwindet sie in ihrem persönlichen Scholoadenparadies während ich mich draußen von den ersten zaghaften Strahlen der Frühlingssonne bescheinen ließ und genüsslich den Duft von heißer Schokolade und Trüffeln einatme. Wenig später kommt sie mit einem weißen Tütchen und einem wohligen Lächeln auf den Lippen wieder heraus. Read More

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Gestern Nacht begann es. Leise. Geräuschlos. Es rieselte weiß herab und am nächsten Morgen erstrahlte die Welt in schneeweiß. Fenster auf, Nase raus, atmen. Einen Tee trinken und dann dick eingepackt hinaus in den Wald.

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Einer nach dem anderen macht die Schotten dicht und es scheint, als würde nun Juist und nicht die Gäste Ferien machen. Die Insel versinkt im Winterschlaf, ganz allmählich schließt ein ums andere Haus einfach die Türen zu und macht das Licht aus. Tschüss Juist, auch Insulaner brauchen mal Urlaub! Und die Pferde natürlich auch.

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Pferde auf Juist haben genug zu tun – und brauchen auch mal Ferien! Im Hintergrund: Schotten dicht!

Zuerst war es der Friesenhof. Ein Schild mit der Aufschrift „Betriebsferien“ verkündetet dort schon seit unserer Ankunft, dass diese Saison für die Crew vom Friesenhof beendet ist. Am 12. Januar ist es bei den Päbsten vom Hotel Pabst soweit und wir hören morgens beim Frühstück aus den Gesprächen der anderen, mehrheitlich westfälischen Gästen heraus, dass die Domäne Bill nun auch vorerst Ferien macht.

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Schier unendlich zieht er sich dahin, der Strand von Juist, gesäumt von den vom Wind zerfressenen Dünen zu unserer Rechten und dem tosenden, grauen Meer mit seinen weißen Schaumkronen zu unserer Linken. Noch ist das Dorf nicht zu sehen, noch nicht einmal der gelbe Turm Nummer 5, der den Sommergästen den Weg zu ihren Häusern und Zimmern im Loog weist.

Dafür bläst der Wind von hinten und fegt den weißen Sand und uns über den Strand.

Unendliche Geschichte - Juist am Strand Januar 2015

Unendliche Geschichte – der Juister Strand

Tag 2 auf Juist wird ein Wandertag.

Über die Landseite an der Inselschule vorbei laufen wir bei Gegenwind zum Loog, dem kleinen Dorf im Westen der Insel, in dem das Inselmuseum und die Jugendherberge zu Hause sind. Neben ein paar Häusern gibt es außerdem einen Edeka, den Ableger vom Lütje Teehus im “großen” Dorf und noch etwas weiter westlich, kurz vor dem Hammersee die Domäne Loog.

Das Wort Domäne hat seine Wurzel im Lateinischen und Französischen: “domaine” steht im Französischen für Herrschaft oder Herrschaftsbereich, bei uns bezeichnet das Wort Domäne ein Landgut, wobei es sich auf Juist eher um ein einfaches Bauernhaus mit Viehbetrieb und Eigenproduktion von Lebensmitteln handelt. Read More

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Juist im Januar 2015

Juist im Januar 2015

 

Flug nach Juist Januar 2015

Flugkapitäne bei der Arbeit: Flug nach Juist bei Windstärke 7,5

Im Mini-Flugzeug bei Windstärke 7,5

Vor uns liegt die 17 Kilometer lange und an ihrer breitesten Stelle drei Kilometer breite “schönste Sandbank der Welt”. Ihr Ende im Westen ist im Dunst der Wolken kaum zu erkennen. Die Sonne probiert immer wieder, die am Himmel dahin fegenden Wolken mit ihren Strahlen zu durchbrechen und ab und zu gelingt es ihr. Die Cessna kämpft sich weiter durch den Wind und schon befinden wir uns im Landeanflug auf Juist, rattern über das immer länger werdende Ostende hinweg, blicken in die Dünen hinunter und erkennen winzige Menschenpunkte auf dem Wanderweg entlang des Watts. Read More

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